30. März 2010

- Handmade - Wie mache ich mir mein eigenes Notizheft?

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Mit Schreck musste ich Gestern feststellen, dass ich für Unterwegs gar kein kleines Notizheft mehr habe. Deshalb beschloss ich schnell, dass ich mir heute eins mache werden und das nutze um Euch zu zeigen, wie ihr ganz einfach Euer eigenes kleines Notizheft binden könnt.

Erst einmal benötigt ihr natürlich entsprechende Materialien:

  • Karton für den Umschlag in der Farbe / dem Muster Eurer Wahl
  • Papier
  • Nadel
  • Stecknadeln
  • Faden (am besten Zwirn, weil das besonders stabil ist)
  • Schere
  • Lineal und am besten auch noch ein Geodreieck
  • Stift
  • (Schneidemaschine, wenn ihr eine zu Hause habt, ansonsten kann auch die Schere herhalten)
Schritt 1: Zuschneiden

Als Erstes müsst Ihr Euch entscheiden welche Größe Ihr haben wollt. Ich habe mich für Größe DIN A6 entschieden, da das Notizbuch hauptsächlich für unterwegs sein soll. Wenn ihr DIN A5 nehmt, habt Ihr den Vorteil, dass Ihr nichts zuschneiden müsst. Allerdings sieht das auch nicht so schön aus, wenn Ihr nur wenige Blätter verwendet. Also jenachdem wie groß Euer Notizheft werden soll, schneidet Ihr nun Blätter und Karton zurecht.

Schritt 2: Knicken

Nachdem Ihr alles zurechtgeschnitten habt, müsst das Ganze einmal in der Mitte geknickt werden. Je nachdem wie viele Blätter Ihr genommen habt, kann es sein, dass die Enden bei zugeklappten Zustand spitz zueinander laufen. Wenn Euch das nicht gefällt, müsst Ihr hinterher alles noch einmal cutten. Das gelingt am besten, wenn Ihr ein Lineal nehmt, es gut andrückt und mit einem Kuttermesser den entsprechenden Rand abschneidet.

Schritt 3: Stechen

Jetzt sind die Stecknadeln an der Reihe. Stecht diese wie auf der Abbildung zu sehen in Euer Papier. Stecknadeln sind dafür besonders gut geeignet, weil sie relativ dünn sind und somit fürs Erste besser durch das Papier gehen. Je nachdem wie Euer Augenmaß ist, solltest Ihr die Abstände vorher abmessen. Ich mache das immer Pi mal Daumen. Klappt in der Regal auch ganz gut.






Schritt 4: Papier zusammennähen

Nun benötigt ihr Nadel und Faden. Am besten beginnt ihr von hinten durch die vorgestochenen Löcher zu nähen, damit man den Knoten hinterher nicht mehr sieht. Dafür näht ihr als Erstes die gesamten Blätter zusammen und anschließend den Karton. Euer Heft müsste danach ungefähr so wie auf den Bildern aussehen. Ich hoffe, dass das einigermaßen gut erkennen kann. Ansonsten einfach noch einmal nachfragen.

Schritt 6: Papier und Karton zusammenbringen

Jetzt noch keinen Abschlussknoten machen, sondern direkt den Karton annähen. Das funktioniert ungefähr so, wie bei dem Papier. Das einzig knifflige ist der Abschlussknoten, den Ihr zwischen den Karton und dem Papier machen müsst. Aber Ihr könnt das Ganze ja gut auseinander knicken.

Und dann ist es auch schon so weit. Ihr habt Euer selbstgemachtes Notizbuch. Zumindest die Grundform. Das Ganze kann natürlich nach allen Vorstellungen und Wünschen gestaltet werden. Ich habe hier jetzt auch einen recht einfachen Karton in grün genommen. Er ist aber schön geriffelt, was man auf dem Foto jetzt nicht ganz so gut erkennen kann. Aber es gibt auch tolle Kartonbögen mit Mustern. Die sind zwar etwas teuerer, aber daraus könnt Ihr auch ein paar Hefte machen.

Hier nun mein Endergebnis ohne großen Schnick-Schnack.



Noch ein paar Tipps am Rande
  • Beim Nähen aufpassen, dass das Papier nicht auseinander reißt. Also ein wenig Feingefühl.
  • Wenn es ein bisschen wackelt, hilft ein wenig Kleber zwischen Karton und Papier.
  • Passt die Menge an Papier der Größe Eures Heftes an. Die Optik muss schließlich auch stimmen.
  • Wenn möglich, immer eine Schneidemaschine benutzen. Damit erspart Ihr Euch viel Arbeit.
  • Achtet immer darauf, dass Papier und Karton miteinander bündig sind, damit Ihr ein schönes Ergebnis erzielt.
  • Und das vielleicht wichtigste: Seid kreativ! :)

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachmachen und wenn Ihr Fragen haben solltet, könnt Ihr mich gerne anschreiben. 


- SUB Zuwachs - Die Maurin von Lea Korte

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Gestern ist bei mir doch schneller, als gedacht "Die Maurin" von Lea Korte eingetrudelt. Dieses Rezensionsexemplar, hat mir Lea Korte persönlich zur Verfügung gestellt, wofür ich ihr an dieser Stelle herzlich danken möchte. 

Bis zum Ende der Woche muss das Buch aber wohl noch auf meinen Mini-SUB wandern. Danach wird es verschlungen und dann... ja, wer weiß. :)

Erster Satz:
"Viele Jahrhunderte vor unserer Geschichte beherrschten die Westgoten die Iberische Halbinsel, bis sich ihr König Roderich in die anmutige Tochter eines seiner Grafen verliebte und damit dessen Zorn hervorrief."
 Eine Leseprobe findet ihr hier.

28. März 2010

- Zitat der Woche - Augenblicke

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"Literatur hebt den Augenblick auf, dazu gibt es sie."
Max Frisch, Montauk

26. März 2010

- Rezension - Gut gegen Nordwind - Daniel Glattauer

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Titel: Gut gegen Nordwind
Autor: Daniel Glattauer
Gattung: Romand, Unterhaltung
ISBN: 978-3-442-46586-6 Pick It!
Verlag: Goldmann, Verlagsgruppe Random House

Emmi Rothner und Leo Leike gehören mittlerweile wohl mit zu den Traumpaaren der deutschsprachigen Literatur. In „Gut gegen Nordwind“ finden die beiden zueinander – oder vielleicht doch nicht?

Eigentlich wollte Emmi Rothner nur ihr Zeitschriftenabonement bei Like kündigen. Doch wie der Zufall so will, vertippt sie sich. Unverhofft landet ihre Email in Leo Leikes Postfach. Nachdem Emmi Leo zum dritten Mal schreibt, dass sie ihr Abo kündigen möchte, macht Leo sie darauf aufmerksam wo sie eigentlich gelandet ist. Von nun an beginnt ein ständiges auf und ab in einer Beziehung, die weder einen Anfang, noch ein Ende hat.

Daniel Glattauer ist österreichischer Schriftsteller und hat bisher zehn Bücher geschrieben, die zum größten Teil im Zsolnay und Deuticke Verlag erschienen sind. Die Geschichte um Leo und Emmi gehört mittlerweile zu seinen bekanntesten und erfolgreichsten Werken. Sie lebt von dem Dialog zwischen zwei sich völlig unbekannten Menschen, die sich durch Zufall mittels einer Email gefunden haben.

Sich einem fremden Menschen anzuvertrauen, ist für die meisten unvorstellbar. Sich dann auch noch per Email kennen zu lernen und Intimitäten auszutauschen, ist noch viel unwahrscheinlicher. Das dachten sich Emmi und Leo wohl auch, bevor sie sich im Internet über den Weg gelaufen sind. Im heutigen Zeitalter ist es nicht ganz so abwegig, wie es klingt, dass man sich auf eine solche Art und Weise kennenlernt und Gedanken, Emotionen, Freud und Leid miteinander austauscht.

Während Emmi glücklich verheiratet ist, lebt Leo allein mit gelegentlichen Liebschaften. Beides zum Nachteil des jeweils anderen. Dennoch können die beiden weder mit noch ohne einander. Allein durch das Wort lernen sie einander kennen und erhoffen sich beide nach einer Zeit mehr daraus. Ihre Emailkorrespondenz kommt einer Achterbahnfahrt der Emotionen gleich, die nach Beendigung der Lektüre kein Ende nimmt.

Wortgewand und beinahe philosophische Emails, die mal länger und mal kürzer, voller Zorn oder Zuneigung sind, gehören mit der Zeit zu Leo und Emmis Leben, ebenso wie zu dem des Lesers, welcher ,egal ob Mann oder Frau, mit beiden zittert und bangt. Dieses Gefühlschaos lässt beinahe nichts anderes zu, als das sich die beiden endlich treffen.

Obwohl es „nur“ Emails sind, die in „Gut gegen Nordwind“ ausgetauscht werden, lebt das Buch durch zwei temperamentvolle, manchmal zurückhaltende, aber vor allen Dingen gefühlvolle Menschen, die anscheinend einfach zueinander gehören.

Was dies für ein Ende haben wird, weiß man nach dem ersten Buch nicht. Doch zum Glück erfährt der Leser dies in „Alle sieben Wellen“.

Fazit: Eine Achterbahn der Emotionen, die den Leser mit sich reißt und viel zu schnell vorbei ist. 

Bewertung: (6 von 7)

- SUB Zuwachs - Die Magier von Montparnasse & Zerbrechliche Dinge

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Heute ist der große Tag gekommen, an dem die ersten Rezensionsexemplare bei mir eintrudeln.



Neil Gaiman ist nicht nur einer der bekanntesten, sondern auch einer der beliebten Autoren in der Phantastik der Gegenwart. Mit "Zerbrechliche Dinge - Geschichten & Wunder" veröffentlicht er insgesamt vierzehn fantastische Geschichten.

Klappentext:
Ein liegengebliebener Leihwagen auf einem einsamen Highway, ein düsteres Zirkuszelt voller versteckter Geheimnisse, die flirrende Hitze der ägyptischen Wüste in ihrer menschenfeindlichen Schönheit - egal, wohin Neil Gaiman seine Figuren führt, sie werden stets mit Abgründen konfrontiert. Abgründen, in denen manch Unglücklicher verloren ging.
Erster Satz, der ersten Geschichte: 
Mir gefällt es, wenn das Leben wie eine Geschichte ist.
Eine Leseprobe findet Ihr hier



"Die Zauberer von Montparnasse" ist bei Klett Cotta das erste Buch von Oliver Plaschka. Der Autor hat zudem bei dem Rollenspiel zu Narnia als Co-Autor mitgewirkt. 
Klappentext:
Zauberer nähren sich von der Verwirrung des Publikums wie Vampire von der Unschuld ihrer Opfer. Paris 1926, ein Varieté am Montparnasse. Eigentlich hatten der Bühnenzauberer Ravi und seine Assistentin Blanche nur ihr harmloses Zauberkunststück im Sinn. Dann aber wird der große Ravi gezwungen, die älteste Regel der Zaubererzunft zu brechen: Vor aller Augen setzt er echte Magie ein.

Erster Satz: 
Die Ereignisse jenes Sonntags im September, die in ein solches Tohuwabohu münden sollten, dass später niemand seine Verwicklung in sie eingestehen mochte (besonders nicht die Mitglieder der Société Silencieuse), entzündeten sich an einer unbedeutenden Kleinigkeit, welche sich unglücklicherweise gerade zum Abschluss unserer sonst recht erfolgreichen Reihe von Vorstellungen im Bobino zutrug.
 Eine Leseprobe findet ihr hier.

Vielen Dank an Klett Cotta für die Bereitstellung von Rezensionsexemplaren.