5. August 2010

- Juliempfehlung - Die Liebe einer Katze

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Eigentlich habe ich gedacht, dass ich nach Abgabe meiner Abschlussarbeit endlich wieder mehr Zeit zum Lesen habe - bisher war dies leider nicht der Fall. Dennoch habe ich ein wenig lesen und hören können.

Gelesen:
Theo - Antworten aus dem Kinderzimmer von Daniel Glattauer
Allerliebste Schwester von Wiebke Lorenz
Cleo : Wie ich das Lachen wieder lernte von Helen Brown

Gehört:

Das Opfer von John Katzenback
Der Sternenwanderer von Neil Gaiman
Die Grube und das Pendel von Edgar A. Poe



Und meine Empfehlung lautet:






Cleo : Wie ich das Lachen wieder lernte von Helen Brown


Die Rezension wird im Laufe des Tages noch folgen. Cleo hat mich nicht nur durch die Geschichte in den Bann gezogen, sondern vor allem, weil ich mit der Protagonistin in einem gewissen Maße mitgefühlt habe. Wenn auch anders. Einfach ein tolles Buch, das vom wahren Leben erzählt.

Eine wirkliche Hörbuchempfehlung habe ich diesen Monat nicht. Das Opfer von John Katzenbach war zwar gut, aber nicht so gut, dass ich sagen würde, dass Ihr das hören müsst. Im August sieht das bestimmt wieder anders aus. ;)

Somit läute ich, wenn auch etwas spät, den August ein und hoffe auf viele tolle Bücher.

Lieben Gruß,
Eure Mandy

21. Juli 2010

- Rezension - Theo - Antworten aus dem Kinderzimmer von Daniel Glattauer

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Titel: Theo - Antworten aus dem Kinderzimmer
Autor: Daniel Glattauer
Gattung: Biographie, Erzählungen
ISBN: 978-3-552-06140-8
Verlag: Paul Zsolnay Verlag, 2010
Seiten: 272
Preis: 14,90 €
Leseprobe




„Onkel Dani, was isst du da?“ – „Hirsch, Theo.“ Er beugt sich über meinen Teller und behauptet: „Nein, das ist kein Hirsch.“ – „Doch, ehrlich, Theo.“ – „Hirsche sind größer“, meint er.

Theo ist mittlerweile 14 Jahre alt. Bei seiner Geburt beschloss sein Onkel Daniel Glattauer kurzum sein Leben für die Welt festzuhalten. Der Leser erfährt allerhand aus Theos Kindertagen. Von seinem ersten Urlaub mit seinen Großeltern in Bibione, wo er das größte Wasserbecken der Welt entdeckte (das Meer), bis hin zu seiner Vorliebe für „müss ma Billa einkaufen“ (im Supermarkt einkaufen gehen). Seine Vorliebe für Autos, wird dabei ebenso ausführlich geschildert, wie seine Leidenschaft zu reden. Schließlich entwickelt sich Theo zu einem richtigen Fussballfan und absoluten Musterschüler.

Aufgeteilt ist das Buch in zwei Teile. Die erste Hälfte erzählt von Theos Leben bis zu seinem dritten Lebensjahr, während die zweite Hälfte jährliche Erzählungen bis zu seinem dreizehnten Lebensjahr enthält. Danach beschließen Theo und sein Biograph, dass es nun Zeit ist einen Abschluss zu finden. Dies machen sie indem nicht Daniel Glattauer das Interview führt, sondern Theo.

Wer Kinder hat, wird dieses Buch lieben. Erinnerungen werden wach und man wünscht sich, dass man auch einen Autor gehabt hätte, der das Leben seines eigenen Kindes skizziert hätte. Daniel Glattauer versteht es Theos Leben mit viel Ironie auf das Papier zu bringen. Dabei bleiben auch die sogenannten Pädagogen, sprich alle, die versuchen Theo zu erziehen, nicht unerwähnt. Der erste Zoobesuch, Essen, Autos, alles was Theos Herz bewegt, wird für die Nachwelt festgehalten.

Mit viel Witz und Humor merkt der Leser schnell, dass Glattauer seinen Neffen wirklich ins Herz geschlossen hat und man selber bleibt nicht verschont. Wer das Buch am Stück liest, sollte auf Wiederholungen gefasst sein, da die Geschichten von Theo vorerst als Kolumnen erschienen sind.

Theo – Antworten aus dem Kinderzimmer erlaubt Einblicke in die Welt eines sympathischen kleinen Jungen, lässt das Herz aufblühen und sich die Zeit der eigenen unverblümten Kindheit zurückwünschen.

Der Autor:
Daniel Glattauer wurde 1960 in Wien geboren und ist österreichischer Autor und Journalist. Er studierte Pädagogik und Kunstgeschichte und ist für seine lebensechten Geschichten bekannt. Seine bisher erfolgreichsten Bücher, waren Gut gegen Nordwind und Alle sieben Wellen.

Bewertung:
(5 von 7)

20. Juli 2010

- Rezension - Allerliebste Schwester von Wiebke Lorenz

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Titel: Allerliebste Schwester
Autor: Wiebke Lorenz
Gattung: Drama, Psychodrama
ISBN: 978-3-89667-410-4
Verlag: Karl Blessing Verlag, 2010
Seiten: 237
Preis: 16,95 €
Leseprobe
Buchtrailer




Zwei Frauen, ein Leben – richtig oder falsch? Eva und Marlene sind eineiige Zwillinge. Während Marlene in den Augen der Eltern immer das Richtige gemacht hat, ging Eva ihren ganz eigenen Weg. Ihr Aussehen war gleich, doch im Inneren hätten sie unterschiedlicher nicht sein können. So war es zumindest bis Marlene stirbt. Unvorhersehbar stürzt sie sich vor einen Zug – Selbstmord? Eva bleibt alleine zurück und fühlt sich dazu verpflichtet das Leben ihrer Schwester weiterzuführen. Ein Jahr nach Marlenes Tod heiratet Eva ihren Schwager Tobias. Er will ein Kind von ihr, wie er es auch schon von Marlene wollte und Eva ist mehr als nur willig. Lukas sollte der gemeinsame Sohn heißen, doch er kommt Tod zur Welt. Für Eva bricht die Welt entzwei. Ihr Leben erscheint sinnlos und falsch. Sie stürzt in tiefe Depressionen. Während ihre Seele innerlich zerreißt, wird ihr Schmerz auch bald äußerlich sichtbar. Ein Kampf um Evas Leben und ihre Identität beginnt.

Allerliebste Schwester von Wiebke Lorenz ist ein Psychodrama, welches durch eine einfache, schnelle Sprache brilliert. Schnörkellos und unverblümt, stellt die Autoren den Leser vor einem moralischen Konflikt. Eva lebt das Leben ihrer Schwester weiter. Will eine Familie mit dem Witwer von Marlene aufbauen und stürzt nach der Fehlgeburt des gemeinsamen Sohnes Lukas in tiefe Depressionen. Ein Konstrukt, was abstößt und gleichzeitig anzieht. Verachtung gegenüber der Protagonistin, wandelt sich in Mitleid und Zuneigung. Mit der Geschichte wächst das Verständnis für die Gefühle Evas. Schwer vorstellbar, aber nicht unrealistisch, wird der Werdegang von Eva geschildert. Wer Zwillinge kennt, weiß wie stark das Band zwischen ihnen sein kann. Manche teilen sogar die Schmerzen, andere scheinbar nichts, bis sie dann merken, was ihnen fehlt, wenn der andere fort ist. 

Ein Buch, das kurzweilig ist, aber zum Nachdenken anregt, wird von Wiebke Lorenz eindrucksvoll in Szene gesetzt. Wer glaubt leichte Kost vorzufinden, wird überrascht sein welche Geschichte dahinter steckt – Überraschungen inklusive.

Die Autorin:
Wiebke Lorenz veröffentlicht zusammen mit ihrer Schwester Frauke Scheunemann unter dem Pseudonym Anne Herzt Frauenromane. Die gebürtige Düsseldorferin lebt heute in Hamburg und arbeitet als Autorin und Journalistin. Allerliebste Schwester erschien im März 2010 im Karl Blessing Verlag. 

Bewertung: (4 von 7)

19. Juli 2010

- Award - One little sparkling blog

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Heute war es endlich so weit - ich habe den letzten Satz unter meine Abschlussarbeit gesetzt. Nach 59 Seiten fühle ich mich nun befreit und bereit für meinen Weblog, um BuchLeben endlich wieder mehr Leben einzuhauchen.

Man könnte meinen, dass









Kari von El Tragalibros









13. Juli 2010

- BuchLeben unterwegs - Zwei Tage London

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Endlich habe ich es geschafft nach London zu reisen. Zwei Tage lang erkundete ich die Stadt, habe die Themselise gegrüßt und mich in die Londoner Metro gequetscht. Hier nun für Euch ein paar Londoner Impressionen.

Newton vor der BL
Eine der ersten Stationen war die British Library. Die brittische Nationalbibliothek hat einen Bestand von insgesamt 14.000.000 Büchern, dazu kommen tausende Zeitschriften, sowie 58.000.000 Patente und 3.000.000 Tonträger. Für den Bibliophilen bieten sich hier alte und neue Schätze, welche nicht nur in der Bibliothek betrachtet werden können, sondern auch in Ausstellungen präsentiert werden. Natürlich alles kostenfrei - wie alle Museen in London - allerdings ist das Fotografieren nicht erlaubt.

Auf dem Weg nach Howarts
Die nächste Literaturstation ging weiter Richtung Hogwarts. Da die Schöpferin Harry Potters, J.K. Rowling, an die Euston Station gedacht hat, fällt dem Reisenden spätestens beim Ankommen auf Gleis 9 3/4 auf, dass es gar keine Mauer zwischen Gleis 9 und Gleis 10 gibt. Dementsprechend wurde das Gleis zwischen Gleis 8 und 9 gelegt. 

Auf einer Fahrt über die Themse hatte ich am Nachmittag einen wunderbaren Ausblick auf das Shakespeare´s Globe. In dem 1599 erbauten Theater werden vorwiegend Stücke von Shakespeare aufgeführt. Es hat ein offenes Dach, weshalb Aufführungen nur im Sommer stattfinden. Einen Nachbau findet man auch in Neuss bei Düsseldorf, welches ebenfalls den Namen Globe trägt. Kleiner Tipp: Vom 16. Juli bis zum 14. August findet in Neuss das Shakespeare Festival statt.

Die letzte literarische Entdeckung, welche ich in den zwei Tagen gemacht habe, war eine kleine Gasse nahe Charing Cross, bei der sich eine Buchhandlung neben die andere gereiht hat.

Eins steht fest: Ich werde London wieder besuchen - mit einer literarischen Liste im Gepäck.

Eine Straße für jeden Bücherfreund
Tower Bridge
Shakespeare´s Globe

Buckingham Pallace