27. April 2010

- Gewinnspiel - Die Bienenhüterin - der / die GewinnerIn

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Ich will die doch überschaubaren Kommentatoren ja nicht zu lange auf die Folter spannen und hier die Gewinnerin bekannt geben. 

Gewonnen hat Kari. Herzlichen Glückwunsch! In wenigen Tagen (sofern es die Post will) wird das Buch "Die Bienenhüterin" von Sue Monk Kidd bei dir eintreffen. Bitte gib mir Bescheid, sobald das Buch bei dir angekommen ist. 

Lieben Gruß, 
Mandy

25. April 2010

- Autoreneinmaleins - Tanja Pleva mit ihrem Roman "Gottesopfer" im Interview

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Die Autorin Tanja Pleva
Tanja Pleva wurde 1965 als Tochter von Schauspieler Jörg Pleva geboren. In der Welt ist sie bisher viel herum gekommen. Die Entdeckerin in ihr bereiste Asien, Europa und Amerika. Heute lebt sie zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Kolumbien. Im April 2010 hat sie mit "Gottesopfer" ihren ersten Thriller mit dem Ermittler Sam O´Connor veröffentlicht, welcher im Piper Verlag erschienen ist.

Für BuchLeben hat sich die Autorin Zeit genommen und ein paar Fragen zu sich und ihrem ersten Roman beantwortet.


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Liebe Tanja,

Du bist in Deinem Leben schon viel herum gekommen. Asien, Europa bis nach Amerika. Warum und wann hast Du Dich entschieden aus Deutschland in nach Kolumbien auszuwandern?

Ich habe hier schon von 1992 bis 98 gelebt, bin dann aber wieder zurück nach Deutschland mit meiner Familie. Aber das Klima in Kolumbien, die freundlichen Menschen und die wunderschöne Flora…das vermißt man nach einer Weile.

Wodurch wurde bei Dir der Impuls wach, dass Du als Autorin tätig sein möchtest und wann hast Du mit dem Schreiben begonnen?

Angefangen zu schreiben, habe ich mit 17. Es waren meist autobiographische Geschichten. Abschnitte aus meinem Leben, die ich meinte, dass sie besonders aufregend waren. Wenn ich sie noch hätte, würde ich wahrscheinlich vor Scham in den Boden versinken.
Mit 24 habe ich Übersetzungen gemacht, dann Synchronbücher fürs deutsche Fernsehen geschrieben. Irgendwann packte es mich dann und ich fing an ein Exposé für eine Liebeskomödie zu schreiben. Sie schaffte es bis vor die Türen Hollywoods und verlief im Sande. Danach folgten noch weitere Anläufe, Komödien ans dt. Fernsehen zu verkaufen. Und dann kam der Tag, an dem eine Geschichte in meinem Kopf Formen annahm - inzwischen war ich ja zu einer leidenschaftlichen Thrillerleserin geworden - und die brachte ich auch zu Papier. Gottesopfer. Ich hatte das Gefühl mein Medium gefunden zu haben. Und so war es ja dann auch.

"Gottesopfer“ ist Dein erster Thriller. In Deinem Buch greifst du das Thema Hexenverfolgung in der Jetztzeit an. Wie kam es, dass Du gerade dieses geschichtsträchtige Thema für einen Roman in der Gegenwart aufgegriffen hast?

Es ist ein Thema, das mir immer wieder eine Gänsehaut über den Rücken fahren lässt. Ignoranz, Engstirnigkeit und das sich Bedienen am fremden Eigentum, wie es die Kirche getan hat, ist für mich generell ein spannendes Thema. Vor allem, weil der Kirche erstaunlicherweise nichts nachgetragen wird. Es wird nicht der Finger gehoben und gesagt, ihr habt unschuldige Menschen gefoltert, verbrannt, geköpft, missbraucht.
Der ursprüngliche Titel hieß "Die Pythonen“, so hießen Frauen aus denen die Dämonen sprachen, bzw. sich der Wahrsagekunst bedienten. Ich kenne einige Frauen, die richtig gut darin sind und die damals mit Sicherheit auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden wären.

Die Kirche spielt in Deinem Buch ebenfalls eine wichtige Rolle. Wie siehst Du die Stellung der Kirche heutzutage und bist Du selber gläubig?

Ich glaube an "Gott“, an das große Licht, an das Universum, an die Macht oder wie wir es auch immer nennen mögen. Ich glaube nicht an die Institution Kirche. Ich denke Sam O´Connor ist da einer Meinung mit mir ;-).

Ist es Deiner Ansicht nach ein Konflikt Spirituelles mit der Kirche zu verbinden oder kommt der Glaube an Gott auch einem gewissen Spiritismus nahe?

Ich denke, dass Gott und Spiritismus nicht getrennt werden dürften. Es gab um die Jahrhundertwende, also ungefähr 1880 – 1940, Priester, die spirituelle Sitzungen abgehalten haben. Sie mussten ihr Amt niederlegen. Es ist nur dem Papst gestattet, sich direkt mit Gott oder seinen Geistern (Engeln) zu unterhalten.

Der Protagonist Sam O´Connor wird als gutaussehender Europol-Ermittler beschrieben. Mit welchem Motiv ist Deine Hauptfigur entstanden?

Das soll ein bisschen mein Geheimnis bleiben. So viel sei dazu gesagt, wir gehen alle durch Krisen und da braucht man manchmal einen Wegbegleiter.

Wird Sam O´Connor in Zukunft weitere Fälle lösen?

Oh ja. Der zweite Fall ist fertig und der dritte steht in meinem Kopf und muss noch zu Papier gebracht werden.

Dein Buch ist im PIPER-Verlag erschienen. War es schwierig einen Verlag zu finden, der Dein Buch verlegen wollte?

Ich bin nicht direkt an Verlage herangetreten. Ich habe mir einen Agenten gesucht. Lustigerweise hat die erste Agentur abgesagt, weil sie meinten es wäre zu amerikanisch. Die vierte Agentur hat Interesse gezeigt und mich unter Vertrag genommen.

Welche Atmosphäre brauchst Du zum Schreiben?

Ich habe einen wunderschönen Blick ins Grüne und könnte auf der Terrasse schreiben, weil hier das ganze Jahr über sommerliche Temperaturen herrschen. Stattdessen sitze ich in einem kleinen Raum, verdunkelt noch dazu, und schreibe. Ich habe so das Gefühl, die Gedanken festhalten zu können.

Welchen Tätigkeiten gehst Du nach, wenn Du nicht schriftstellerisch tätig bist?

Ich mache Schmuck, spiele leidenschaftlich gerne Tennis und lese einen Thriller nach dem anderen. Und dann habe ich ja auch noch 2 Kinder, zwei Hunde, 5 Katzen und einen Mann….

Hast Du einen Lieblingsautor bzw. eine Lieblingsautorin?

Jean-Christoph Grangé, Mo Hayder. Generell habe ich aber keine Lieblingsautoren, sondern eher Bücher, die mir besonders zugesagt haben.

Werden wir Dich in Deutschland auch bald Live erleben können?

Ja, ich plane im Herbst nach Deutschland zu kommen.

Vervollständige bitte diesen Satz:
Ich liebe das Schreiben, weil…

man dann ein klein wenig Gott spielen kann. Man erschafft, kreiert, lässt leben oder sterben.


Vielen lieben Dank, Tanja, dass Du dir für BuchLeben Zeit genommen hast, um ein paar Fragen über Dich persönlich und Dein Buch "Gottesopfer“ zu beantworten. Ich wünsche Dir weiterhin viel Muse beim Schreiben und freue mich auf weitere Ermittlungen mit Sam O´Connor.

Meine Rezension zu "Gottesopfer" ist hier zu finden.

- Rezension - Gottesopfer von Tanja Pleva

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Autor: Tanja Pleva
Genre: Thriller
Verlag: Piper, 2010
ISBN: 9783492258678
Preis: 9,95 Euro

Hexenfolter, Hexenverbrennungen, Inquisition, Exorzisten… All dies gehört schon lange der Vergangenheit an. Kein Mensch würde heute noch versuchen Frauen Dämonen auszutreiben, die angeblich von ihnen Besitz ergriffen haben.

Klingt soweit logisch, doch Tanja Pleva zeigt in ihrem Roman „Gottesopfer“, dass dies gar nicht so unrealistisch ist und durchaus als Motiv eines Serienkillers gelten kann. Skizziert wird der Täter auf dem Buchrücken mit den Sätzen „Er handelt im Auftrag Gottes. Und seine Opfer erleben die Hölle.“

Kaum schlägt man das Buch auf und liest die ersten Seiten, trifft es einen Schlag auf Schlag. Noch ist das Motiv des Täters nicht bekannt. Nur eins ist klar, aus unterschiedlichen europäischen Städten werden Frauen auf brutalste Art und Weise getötet. Alle mit denselben Methoden. Es scheint der gleiche Mörder zu sein, doch inwiefern besteht eine Verbindung zwischen seinen Opfern? Warum mordet er gerade in diesen Städten? Genau das herauszufinden, ist Sam O´Connors Aufgabe.

Tanja Pleva wurde 1965 geboren. Seit jeher ist sie viel unterwegs. Mittlerweile ist sie in Kolumbien ankommen, wo sie mit ihrem Mann und ihren Kindern wohnt. Mit „Gottesopfer“ hat sie ihren Ermittler Sam O´Connor das erste Mal auf die Probe gestellt. Weitere Fälle sind in Planung.

Atemberaubend spannend, aber nicht für Zartbesaitete, setzt die Autorin ein Thema in Szene, welches für den Menschen der Jetztzeit gar kein Thema mehr ist. Das Mittelalter ist längst vergangen und so auch die Gedanken daran, Frauen, die angeblich besessen sind, zu foltern. Nicht unbedingt jeder ist mit diesen Gedankengängen konform und sieht Frauen immer noch, als die Brut des Teufels an. Der Anfang allen Übels. Und so erfährt der Leser die Geschichte eines Mannes, welcher im Kloster aufgewachsen ist, da seine Familie ihn abgestoßen hat.

Mit Rückblenden in das Leben des Täters, kommt man nach und nach darauf, wer der eigentliche Schuldige ist. Noch vor Sam wird dem Leser des Rätsels Lösung präsentiert und man fiebert auf das Ende entgegen. Wird das letzte Opfer überleben oder nicht?

Es ist ein Thriller, welcher wahrscheinlich nicht für jeden Leser das Richtige ist. Für viele wirkt die Thematik weit hergeholt, für andere wiederum gar nicht so unwahrscheinlich. Ebenfalls kritisch beleuchtet, allerdings nur am Rande, wird das momentan populäre Thema Missbrauch von Kindern in der Kirche, wodurch ein Bild der Kirche entsteht, welchen das von vielen Menschen bestätigt.

Fazit: "Gottesopfer" von Tanja Pleva ist ein durchaus gelungenes, gut recherchiertes Buch für Zwischendurch mit Rückblick auf die Foltermethoden des Mittelalters. Als Abendlektüre allerdings nicht für jeden zu empfehlen.

Bewertung: (5 von 7)




Eine Leseprobe gibt es hier.

23. April 2010

- Event - Welttag des Buches - Eure Lieblingsbücher spielen die Hauptrolle

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Heute ist Welttag des Buches. Der Buchhandel, Bibliotheken, Schulen, sowie Leserinnen und Leser, begehen diesen Tag, um die Freude am Buch miteinander zu teilen und diese weiterzugeben. Anlässlich dessen verteilt der deutsche Buchhandel Gutscheine für "Ich schenk dir eine Geschichte" an Schulen, um Kinder dazu zu annimieren ihren Gutschein einzulösen und sich eine Geschichte abzuholen. Diese Aktion soll nicht nur Schulen und den Buchhandel miteinander verbinden, sondern zudem junge Leute an das Medium Buch heranführen. Unterstützt wird diese Aktion vom cbj-Verlag, der Deutschen Post AG, der Stiftung Lesen und dem ZDF.

Doch auch ohne Gutschein kann man sich am Welttag des Buches etwas Gutes tun. Auf www.libreka.de kann man sich heute ein gratis EBook von den Drei ??? runterladen. Allerdings nur den ersten Teil "Rashuras Schatz" des Dreifachbandes "Geisterbucht". Wer die Gelegenheit heute nicht nutzen kann, hat auch noch bis Montag dazu Zeit.  

Mehr Informationen zum Welttag des Buches findet Ihr auf der Homepage. Dort könnt Ihr auch Veranstaltungen in Eurer Nähe ausfindig machen. 

Ohne Euch etwas von mir persönlich mitgeteilt zu haben, möchte ich heute jedoch nicht von dannen gehen. Denn wozu ist der Welttag des Buches da, wenn man seine Freude am Lesen nicht mit seinen Mitmenschen teilt? Deshalb möchte ich Euch heute mein persönliches Lieblingsbuch präsentieren. Nun ja, natürlich habe ich mehrere Favouriten, aber dieses Buch hat mich ganz besonders ergriffen. Freude, Schmerz, Wut und Furch,t aber auch Entsetzen und Überraschungen haben dieses Buch mit sich gebracht, als ich es vor über einem Jahr gelesen habe. Viele von Euch werden es kennen. Es handelt sich nicht um ein Buch von meinem Lieblingsautor Eric-Emmanuel Schmitt. Eine zentrale Rolle spielen in diesem Buch Bienen, welche auch sehr schön auf dem Cover abgebildet wurden. 
Es ist eine Geschichte von einem kleinem Mädchen, welches alleine mit ihrem Vater auf einer Pfirsichplantage lebt. Ihre Mutter ist tot. Laut der Aussage ihres Vater hat sie ihre Mutter umgebracht. Auch nach vielen Jahren, denkt Lily Tag ein Tag aus an ihre Mutter, die sie mit ihrem Vater zurückgelassen hat, der sie wie eine Aussätzige behandelt. Dann kommen die Bienen. Sie kommen in der Nacht, wenn Lily schläft. Sie summen in den Wänden und stürmen in ihr Zimmer. Zusammen mit der Bediensteten Rosaleen, einer Schwarzen, läuft sie schließlich davon. Doch der Rassenhass erschwert ihre Reise. Letztlich schaffen sie es doch und erreichen ihr Ziel und finden "Die Bienenhüterin".

Letzte Woche habe ich aus Spaß und in Gedanken an den heutigen Tag bei Amazon nach diesem Buch gesucht. Was ich dabei gefunden habe, hat mich sehr gefreut, weshalb ich es mir auch direkt gekauft habe. Die Verfilmung von "Die Bienenhüterin". Ich bin schon gespannt, wie das Buch umgesetzt wurde. Die Darsteller sprechen mir auf jeden Fall zu.

Eine Frage zum Schluss: 

Ihr habt sicherlich auch ein Lieblingsbuch, oder? Erzählt mir von Eurem Buch aller Bücher und teit mir mit warum gerade dieses Buch nie wieder aus Eurem Bücherregal verschwinden wird.

Unter allen Kommentatoren verlose ich ein Exemplar von "Die Bienenhüterin" von Sue Monk Kidd. Schickt mir deshalb die Antwort auch per Email an info(at)buchleben.com mit dem Betreff "Bienenhüterin". Einsendeschluss ist der 26. April 2010, 24 Uhr. Ich bin gespannt auf Eure Antworten. 

Ein schönes und sonniges Wochenende wünscht Euch,
Eure Mandy

20. April 2010

- Event - Lesungen von Christoph Hardebusch bis Jenny-Mai Nuyen

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Innerhalb der nächsten Woche kann man gleich zwei tollen Fantasy-Autoren in Düsseldorf lauschen. 

Christoph Hardebusch 

Christoph Hardebusch liest am Freitag, den 23. April 2010 in der Stadtbücherei Düsseldorf (Blücherstraße 10, 40200 Düsseldorf) ab 19:30 Uhr.


Seine Lesung findet im Rahmen von "Litteratura Magica". Diese Veranstaltung wurde anlässlich des Welttag des Buches, welcher am selbigen Tag stattfindet, von den Auszubildenden der Stadtbibliothek organisiert. Ganz im Sinne des Fantastischen können Jugendliche ab 16 Jahren  von 19 bis 23 Uhr Bücher entdecken, aber auch Live Musik lauschen. 

Einlass / Beginn: 19:00 Uhr / 19:20 Uhr
Eintritt frei!

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Haltestelle "Am Dreieck", vom Hauptbahnhof Düsseldorf mit der Straßenbahn 707 oder Buslinie 754.

Jenny-Mai Nuyen

In der Kinder- und Jugendbibliothek Düsseldorf (Bertha-von-Suttner-Platz 1, 40227 Düsseldorf) liest am folgenden Dienstag, den 27. April 2010, Jenny-Mai Nuyen aus ihrem Roman "Die Sturmjäger von Aradon - Feenlicht". Die Lesung findet allerdings schon um 10 Uhr statt.


- Ich höre gerade - Vom Sumo, der nicht dick werden konnte

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Da ich in "In 80 Tagen um die Welt"  von Jules Verne momentan nicht so richtig reinfinde, habe ich mich kurzum dazu entschlossen "Der Sumo, der nicht dick werden konnte" von Eric-Emmanuel Schmitt, gesprochen von Matthias Ponnier, zu hören. Dieses Buch ist das letzte Buch zu den fünf Weltreligionen.

Eine Hörprobe findet ihr hier.
Eine Leseprobe findet ihr hier.

Mit herzlichen Dank für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars an .

- Gewinnspiel - Lea Kortes "Die Maurin" geht an ...

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Heute Nacht ging mein Gewinnspiel zu Lea Kortes "Die Maurin" zu Ende. Unter zahlreichen Einsendungen habe ich nun per Random den Gewinner ermittelt.

In wenigen Tagen wird Petra "Die Maurin" von ihrem Postboten überreicht bekommen. Ich wünsche Dir viel Spaß mit dem Buch und bitte dich hier einen Kommentar zu hinterlassen, sobald das Buch bei Dir angekommen ist.

Für all diejenigen, die nicht gewonnen haben, danke ich für die rege Teilnahme. Seid versichert, es wird schon bald ein zweites Gewinnspiel stattfinden. Um was es sich dabei handelt, verrate ich natürlich noch nicht. ;-)

Nun wünsche ich Euch noch einen schönen, sonnigen Dienstag!

Lieben Gruß,
Eure Mandy

17. April 2010

- SUB Zuwachs - Spionage und Fantastische Wesen

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Eigentlich habe ich beschlossen nicht mehr zu posten, wenn ich neue Bücher bekommen haben. Heute mache ich eine Ausnahme. Bald werde ich euch folgende Kinderbücher vorstellen:



Beide Bücher sind in der Ars-Edition erschienen und stellen eine ganz besondere Form von Kinderbüchern dar. Sie sind sehr schön gestaltet und darüber hinaus vermitteln sie eine Geschichte zum Entdecken. Die oben aufgeführten Titel wurden mir vom Verlag zur Verfügung gestellt. Ich persönlich habe außerdem noch das Buch "Ägypten".



Es sind wirklich tolle Bücher, die schon alleine durch ihre Gestaltung ganz besonders sind, und nicht nur Kinderherzen höher schlagen lassen. Wer also auch klasse gestaltete Bücher liebt, der darf gespannt sein.

Euch allen ein schönes Wochenende,

Gruß,
Mandy

16. April 2010

- Rezension - Die Magier von Montparnasse von Oliver Plaschka

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Titel: Die Magier von Montparnasse
Autor: Oliver Plaschka
Gattung: Fantasy
Verlag: Klett Cotta, 2010
ISBN: 978-3-608-93874-6
Preis: 21,90 Euro






„Die Ereignisse jenes Sonntags im September, die in ein solches Tohuwabohu münden sollten, dass später niemand seine Verwicklung in sie eingestehen mochte (besonders nicht die Mitglieder der Société Silencieuse), entzündeten sich an einer unbedeutenden Kleinigkeit, welche sich unglückseligerweise gerade zum Abschluss unserer sonst recht erfolgreichen Reihe von Vorstellungen im Bobino zutrug.“

Dieser erste Satz spricht nur allzu sehr die Wahrheit. Um dem Buch treu zu bleiben, bräuchte man keine weitere Inhaltsangabe, da die weiteren Geschehnisse ebenso rätselhaft und verwirrend sind.

Oliver Plaschka ist deutscher Fantasyautor. Der in Speyer lebende Schriftsteller absolvierte ein Studium in Anglistik und Ethnologie mit Promotion. Neben seiner Tätigkeit als Romanautor, ist er zudem als Übersetzer und Herausgeber von Geschichten tätig. Mit „Die Magier von Montparnasse“, welche 2010 im Klett Cotta Verlag erschienen sind, veröffentlicht er seinen zweiten Roman im Fantasygenre.

Justine ist Kellnerin im Le Jardin, einem kleinem Hotel an der Kreuzung Cerrafour Vavin, im Herzen von Paris. Im Augenblick zu Gast ist der Zauberer Ravi mit seiner Assistentin Blanche, welche zurzeit Vorstellungen ihrer Künste im Varieté Bobino geben. Doch alles ändert sich von Schlag auf Schlag. Während seiner letzten Vorführung im Bobino ist Ravi dazu gezwungen richtige Magie anzuwenden und dies obwohl die Société strengste Auflagen dagegen erhebt. Plötzlich scheint alles zu rotieren während Schein und Wirklichkeit miteinander verschmelzen.

Um wen es in dieser Geschichte genau geht, ist schwer zu sagen. Denn es gibt weder einen, noch zwei Protagonisten, sondern viel eher sieben. Neben dem Zauberer Ravi und seiner Assistentin Blanche, wird die Geschichte ebenfalls aus der Perspektive des Hotelbesitzers Alphonse, seiner Frau Esmeé, dem Mysteriösen Barneby, dem zukünftigen Schriftsteller Gaspard und der Kellnerin Justine erzählt. Alle berichten aus ihrer Perspektive wie die Tage verlaufen, besser gesagt, der eine Tag, welcher dazu verdammt ist, sich ewig zu wiederholen, bis das Rätsel gelöst wird.

Eine spannende Konstellation bietet sich dem Leser, allerdings ist diese umso verwirrender. Bis zum Schluss bleibt fraglich was nun eigentlich passiert beziehungsweise geschehen ist. Der Sinn und das Ende sind nur schwer schlüssig und ein großes Fragezeichen bleibt nach dem ersten Lesen zurück. Es ist ein Buch, welches scheinbar erst nach dem zweiten Mal begeistert, da man eine ganz andere Anfangsperspektive hat. Der erste Satz ergibt nach dem Lesen der Lektüre einen sehr tieferen Sinn, als zuvor.

„Die Magier von Montparnasse“ ist ein Buch aus dem Fantasygenre, welches verwirrender kaum sein könnte und die Geschmäcker spaltet. Neben wunderbaren Charakteren, ist die Geschichte leider ein ewiges Katz-und-Maus-Spiel zwischen Verständnis und Wiederspruch. Sicherlich gut durchdacht, erfährt der Leser nicht so viel, wie er gerne möchte, um die Geschichte zu verstehen. Zwar mag dieses Rätsel um Ravi und seiner Assistentin reizvoll sein, aber nachdem es auch nach der ersten Hälfte des Buches keine klaren und eindeutigen Hinweise gibt, zumindest wenn man dies als einfache Lektüre sieht, stellt sich immer mehr Enttäuschung ein. Trotz hoffnungsvoller Erwartung durchleuchtet man nach Beendigung des Buches die Lösung nicht.

Fazit:
Je nach Blickrichtung sind die Geschenisse um „Die Magier von Montparnasse“ von Oliver Plaschka sicherlich ein interessanter Ansatz. Allerdings ist das kein Ende nehmende Hin und Her, zwischen Wahrheit und Illusion, der Dolchstoß der Geschichte.

Bewertung: (3 von 7)


Eine Leseprobe gibt es hier.

- Blogparade - Büchersammelsucht

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Alexandra in ihrem Bücherwahnsinn hat eine Blogparade zum Laufen gebracht, an die ich mich gerne anschließen möchte. Diesmal das Thema: "Wann und womit hat Eure Büchersammelsucht begonnen?"

Nun ja, schwer zu sagen. Zum einen habe ich erst sehr spät angefangen zu lesen. Mit 12 oder 13. Alles fing an mit Harry Potter. Deshalb wäre ich wohl einer derjenigen, die nie etwas gegen diese Bücher sagen würde - zumindest bis Band 4. Meine nächsten Bücher, die ich dann bekommen habe, war die Trilogie von Philip Pullman "Der goldene Kompass", "Das magische Messer" und "Das Bernsteinteleskop" . Weitergemacht habe ich dann mit der Ausleihe von den Drei ??? in der Schulbibliothek (solange man einen Raum mit Büchern Bibliothek nennen kann). Aber womit meine Büchersammelsucht nun wirklich begonnen hat, kann ich eigentlich gar nicht so sagen. Ich denke die Mischung machts. Es kam einfach so nach und nach.
Deshalb denke ich, dass Harry Potter bei mir schon ausschlaggebend war, da ich erst mit diesen Büchern angefangen habe zu lesen und auch dran geblieben bin. 

Harry Potter Band 1 - 7

12. April 2010

- Rezension - Zerbrechliche Dinge von Neil Gaiman

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Titel: Zerbrechliche Dinge - Geschichten & Wunder
Originaltitel: Fragile Things (Englisch)
Autor: Neil Gaiman
Gattung: Erzählungen, Fantasy
Verlag: Klett Cotta, 2010
ISBN: 978-3-608-93876-0
Preis: 19,90 Euro

Neil Gaiman gehört seit Jahren zu den bekanntesten und beliebtesten Autoren im Fantasygenre. Der 1960 geborene englische Schriftsteller war ursprünglich als Journalist tätig, bis er mit seiner Comicreihe „Der Sandmann“ weltweit bekannt wurde. Seitdem hat er zahlreiche Romane verfasst, welche in der Regel vom Normalen abweichen und der Realität neuen Spielraum geben.

Mit „Zerbrechliche Dinge – Geschichten & Wunder“ ist ein Buch mit mehreren Erzählungen von Neil Gaiman erschienen. Von Geschichten über eine verquerte Wirklichkeit bis hin zu geheimnisvollen Rätseln, die einem nicht immer schlüssig präsentiert werden, erlebt man von ungewöhnlichen Zirkusvorstellungen, über merkwürdige Mädchen auf Partys bis hin zu Kontrabass spielenden Jungen eine Welt, die alltäglich, aber auch befremdend erscheinen kann.

Der Autor erzählt von Epikuräern, die darauf erpicht sind alles zu Essen, was sie bekommen können. Ihre Mahlzeiten sollen vor allen Dingen kurios und nicht gewöhnlich sein. In einer anderen Geschichte stellt er die Welt quasi auf den Kopf. So wird erst am Ende klar, was eigentlich der Realität des Erzählers entspricht. Von Grund auf unterschiedliche Konstellationen werden dargeboten, wobei in den meisten Fällen der Protagonist die Geschichte aus seiner Perspektive erzählt.

Diese Abwechslung ist in der Hinsicht gut gewählt, da für jeden etwas dabei ist. Leider sind einige Geschichten doch eher enttäuschend zum Ende hin, da der Leser den Hintergrund oftmals gar nicht erfährt und mit vielen Fragen zurückgelassen wird. Dennoch muss man an einigen Stellen schmunzeln, in denen der Autor durchaus gegenwärtige Personen oder Vereinigungen mit einbezieht. So zum Beispiel die schon erwähnten Epikuräer, welche den Gastronauten ähnlich sind.

Fazit: Neil Gaimans „Zerbrechliche Dinge – Geschichten & Wunder“ ist ein Buch, wie es in sich unterschiedlicher kaum sein kann. Es spricht sowohl Leser an, die sich gerne ihr eigenes Ende zusammen spinnen, aber auch diejenigen die gerne mit offenen Karten spielen.

Bewertung: (4 von 7)


Eine Leseprobe gibt es hier.

- Ich lese gerade - Gottesopfer von

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Bei den finalen Seiten von "Die Magier von Montparnasse" von Oliver Plaschka habe ich schon gestern mit "Gottesopfer" von Tanja Pleva angefangen. Das Buch habe ich bei Vorablesen gewonnen und konnte es kaum erwarten zu beginnen, da ich mal endlich wieder Spannung mit einer Prise Nervenkitzel brauche. Bisher ist es auch wirklich Klasse, wobei ich bei den Beschreibungen schon ein ziemlich mulmiges Gefühl im Bauch hatte.

Erster Satz:
Der leichte Schneeregen war zu einem regelrechten Schneegestöber geworden.
Eine Leseprobe findet Ihr hier.

10. April 2010

- Aktualisierung - www.BuchLeben.com

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Wer merkt sich schon so eine lange URL, wie buchleben.blogspot.com? Richtig - so gut wie keiner. Deshalb habe ich mir heute eine URL eingerichtet, die wesentlich einprägsamer ist. Ab sofort ist BuchLeben deshalb auch unter folgendem Link erreichbar.


Liebe Grüße,
Eure Mandy

7. April 2010

- Autoreneinmaleins - Lea Korte im Interview mit Gewinnspiel

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Lea Korte wurde 1963 geboren. Schon in ihrer Kindheit hat sie beschlossen nach Spanien auswandern zu wollen, was sie nach dem Studium auch direkt gemacht hat. Bis zum heutigen Zeitpunkt hat die Autorin in Katalonien, im Baskenland und in Valencia gelebt. Heute wohnt sie mir ihrem Ehemann und ihren Kindern, sowie Hund und Katze in einem kleinen Dorf in Südspanien am Meer.

Bevor Lea Korte im Genre der Historischen Romane Fuss gefasst hat, war sie vorwiegend als Übersetzerin und Journalistin tätig. Ihre ersten Schritte als Autorin hat sie mit Frauenromanen gemacht, welche sie unter einem Pseudonym veröffentlicht hat.

Erst im Jahre 2007 kam mit "Die Nonne mit dem Schwert" ihr erster Historischer Roman auf den Markt. Seit Februar 2010 ist nun "Die Maurin" im Handel erhältlich. Beide Romane spielen in Kortes Wahlheimat Spanien, denn ihr Interesse gilt nicht nur der dortigen Landschaft, sondern ganz besonders der Historie des Landes. 

Für BuchLeben hat Lea Korte sich für ein Interview zur Verfügung gestellt und einige Fragen zu ihr persönlich und zu ihrem Roman "Die Maurin" beantwortet.
 

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Liebe Lea,

Du bist nach deinen Studium nach Spanien gezogen und bis heute dort geblieben. Warum bist Du gerade nach Spanien ausgewandert und was fasziniert Dich an diesem Land ganz besonders?

Mit zwölf war ich mit meinen Eltern zum ersten Mal an der Costa Brava. Das Meer, der weite Himmel, dieses ganz besondere Licht, die Sonne, die Menschen, die Sprache – alles dort hat mich so sehr begeistert, dass ich gleich wusste: „Hier gehörst du hin!“
Ab da war mein ganzes Tun und Streben darauf ausgerichtet, „irgendwann“ am Mittelmeer zu leben – und dieses „irgendwann“ sollte nicht erst im Rentenalter sein. Nach meinem Studium habe ich den „Sprung in kalte Wasser“ gewagt, der dann gar nicht mal kalt wurde. Da ich „in weiser Voraussicht“ schon mit siebzehn angefangen habe, Spanisch zu lernen, hatte ich auch keine Probleme, mich dort zu integrieren.

Schreibst Du deine Romane grundsätzlich auf Deutsch oder auch auf Spanisch?

Ich habe die größte Hochachtung vor Autoren, die – meist gezwungenermaßen – dazu übergehen, ihre Bücher in einer ihnen fremden Sprache zu schreiben, denn ich fände das unheimlich schwer. Es ist ein Ding, eine Fremdsprache perfekt zu sprechen, und noch einmal ein ganz anderes, diese Sprache auch „benutzen“ zu können, wie man es als Autor können muss. Eine türkische Autorin hat einmal auf der Frankfurter Buchmesse gesagt, eine Sprache muss Kinderschuhe haben – und das würde ich unterstreichen. Während der Kindheit entwickeln wir einen intuitiven, sehr gefühlsmäßigen Bezug zu unserer Muttersprache, den wir in dem Maße kaum noch für eine andere Sprache entwickeln können. Dadurch, dass meine Kinder mehrsprachig aufwachsen, erlebe ich zwar deren „Kinderschuhe“, aber trotzdem würde ich noch lange nicht sagen, dass ich mir diese „Schuhe“ anziehen kann. Ich hoffe einfach mal, dass meine Bücher eines Tages übersetzt werden – am besten ins Spanische!

Wie kam es dazu, dass Du von Frauenromanen zu Historischen Romanen gewechselt hast?

Die Frauenromane waren auch eine schöne Zeit, aber irgendwie fehlte mir da „etwas“. Das Schreiben von Historischen Romanen mitsamt seiner Recherche stellt für mich die größere Herausforderung dar – und fesselt mich ungemein. Zum einen finde ich die großen geschichtlichen Zusammenhänge fesselnd, und zum anderen herauszufinden, wie früher der Alltag aussah. Wo hat man geschlafen? (Die Mauren zum Beispiel auf übereinandergelegten Teppichen, die tagsüber auch zum Sitzen dienten)  Gab es schon vollständige Bestecke? Fließend Wasser? (Die Mauren hatten es, die Christen nicht) Welche Stellung hatte die Frau? Ach, die Fragen sind wirklich unendlich, und ich finde es spannend, die Antworten zu suchen!

„Die Maurin“ ist Dein zweiter historischer Roman. Mit welcher Motivation bist Du hier an die Arbeit gegangen?

Die Mauren beherrschten über 700 Jahre lang einen großen Teil der Iberischen Halbinsel; bauliche Erinnerungen daran sind z.B. die Alhambra von Granada und die Mezquita, die Moschee, von Sevilla. Sie hatten eine sehr reiche Kultur, waren den Europäer in allen Wissenschaften und Künsten weit überlegen, und in ihrem märchenhaften Al-Andalus lebten Muslime, Christen und Juden über große Zeitenspannen friedlich und einträchtig und zum allseitigen Nutzen zusammen.
Mein Roman setzt in dem Moment ein, in dem die Kastilier die Mauren endgültig aus dem Land vertreiben wollen. Der Begriff „Toleranz“ war den kastilischen Christen mehr als fremd, schließlich hatten sie kurz zuvor die Inquisition ins Leben gerufen. Es war eine sehr reiche, sehr bewegte, sehr spannende Zeit, und es hat mich gereizt, einen Roman darüber zu schreiben. Die Hauptperson ist Zahra, eine erfundene Figur – die mitten zwischen die Fronten gerät.

Ist Dir die Recherche leichter gefallen, als bei „Die Nonne mit dem Schwert“?

Nein, ganz und gar nicht. Zum einen werde ich mit jedem Lebensjahr noch strenger mit mir, und zum anderen war es teilweise ganz schön schwierig, an Informationen heranzukommen, was bei „Die Nonne mit dem Schwert“ nicht der Fall war.
Die Kastilier haben sich damals redlich Mühe gegeben, alles, was an die Mauren erinnerte, verschwinden zu lassen. Über Boabdils Frau Morayma, z.B., und darüber, wie die Mauren in der Alhambra oder auch in ihren einfachen Häusern gelebt haben, gibt es nur noch sehr wenige Dokumentationen – nicht zuletzt, weil der Inquisitor Cisneros ein paar Jahre nach dem Ende der Reconquista in Granada eine gigantische Bücherverbrennung veranlasst hat, der Tausende von Büchern und Daten über die Mauren zum Opfer gefallen sind. Aber ich hatte zwei wundervolle Berater an meiner Seite: Professor Dr. Jordi Aguadé von der Universität von Cadiz und seine Frau. Sie haben mich beide mit größtem Engagement bei meinen Recherchen unterstützt.

Die Mauren waren ein islamisches Volk. Einen besonderen Schwerpunkt in „Die Maurin“ bildet der Konflikt zwischen Christen und Muslimen. Welche Bedeutung hat für dich dieses Thema, insbesondere im Hinblick auf die Gegenwart?

Die Spannungen zwischen Christen und Muslimen und die daraus resultierenden Auseinandersetzungen sind ein Thema, das mich nicht erst seit dem 11. September beschäftigt. Palästina, Israel, Afghanistan, Kopftuch- und Minarett-Verbote gehören da ebenso dazu, wie „bestimmte“ Kommentare, die man auf der Straße aufschnappt. In Al-Andalus war sicher auch nicht immer alles friedlich und problemlos, aber in Punkto Toleranz könnten wir heute viel von den Mauren lernen. Und diese Toleranz und das friedliche Zusammenleben von Juden, Christen und Muslimen war nicht nur einfach „angenehm“, sondern überdies auch für alle Seiten förderlich. Man befruchtete sich gegenseitig mit seinem Gedankengut, seinem Wissen und Können – und das Ergebnis war eine Hochkultur, die vieles hatte, was ich mir heute zurückwünschen würde. Ich wünsche mir Toleranz in Glaubensdingen, keine Vorbote.

Welche Figur aus „Die Maurin“ ist Dir am Meisten ans Herz gewachsen und warum?

Oh, das ist schwer zu sagen. Denn eigentlich gibt es da viele: Zahra, als Hauptperson, ist mir naturgemäß sehr ans Herz gewachsen, und in ihrem Charakter ist vieles, was ich mag: ihr Ungestüm, ihre Dickköpfigkeit, ihre Herzenswärme – und dass sie nie aufgibt. Aber auch Chalida, ihre Tochter, mag ich sehr, schon allein wegen ihren Augen: Man hat das Gefühl, sie sieht weiter ...  Oder ... upps, jetzt hätte ich beinahe etwas verraten, denn eine der Personen, die zunächst recht unangenehm daherkommen, wandelt sich später und gewinnt damit dann auch meine Sympathie ...   ... Aber wer das ist, darf ich hier natürlich noch nicht verraten! Aber auch Leonor, Gonzalo, Hayat ... ich mag eigentlich fast alle Figuren der Romans sehr!

Besuchst Du für oder während deiner Recherchen die Originalschauplätze?

Ja,  ich bin zu allen wichtigen Orten gereist, von der Alhambra in Granada bis zu dem kleinen Haus, in dem Boabdil sich vor seinem Vater verstecken musste, von Malaga über viele kleine Orte bis nach Almeria, ich war in Museen, Mezquitas, Alcazars und auch in Marokko – wohin später viele Mauren geflüchtet sind. Und außerdem war ich in Sevilla und in Cordoba, wo ebenfalls einige maurische Bauwerke, wie z.B. die Mezquita von Sevilla, zu bewundern sind.

Hast du vor im Genre der Historischen Romane weiter Fuß zu fassen oder wird es einen Genrewechsel geben?

Ich fühle mich im Genre des Historischen Romans schon sehr, sehr wohl, auch weil mir diese Kombination von Recherche und Schreiben großen Spaß macht. Trotzdem könnte ich mir vorstellen, zusätzlich (aber nicht statt dessen!) auch in einem anderen Genre zu schreiben. Psychothriller würden mich reizen ... Mal sehen, was die Zeit bringt!

Was machst Du am liebsten, wenn Du nicht am Schreiben bist?

Mit meiner Familie zusammen sein, lachen, am Strand liegen und lesen, im Meer schwimmen, Klavier spielen ... Aber ich arbeite schon sehr viele Stunden, weil bei mir ja selbst lesen irgendwie arbeiten ist, da ich meine Lektüre natürlich immer passend zum neuen Roman wähle, und ebenso die Urlaube mitsamt ihren Recherchen. 

Was ist Dein Lieblingsbuch und wer ist Dein liebster Autor bzw. Deine liebste Autorin?

Mein erstes Lieblingsbuch war Pipi Langstrumpf, dann begeisterten mich die „Buddenbrooks“, und ich finde auch heute noch, beides sind wundervolle Bücher, jedes auf seine Art – und sicher nicht zu vergleichen.   Aktuell lese ich sehr gern die Romane von Rebecca Gablé, aber auch die von anderen historischen Autoren wie von Andrea Schacht, Charlotte Lyne, Titus Müller und vielen anderen – und ich lese gern Thriller: Sebastian Fitzek natürlich, und Petra Hammesfahr.

Vervollständige bitte diesen Satz:  Ich bin Schriftstellerin geworden, weil …

... ich es mir in den Kopf gesetzt hatte, Bücher zu schreiben.

Vielen Dank, Lea, dass Du Dir die Zeit genommen hast und für mich und meine Leser Fragen über Dich und dein Buch „Die Maurin“ beantwortet hast. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und viele ideenreiche Stunden, sowohl in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit.
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Nun habt Ihr die Möglichkeit ein Exemplar von "Die Maurin" von Lea Korte zu gewinnen. Um teilnehmen zu können, müsst Ihr mir lediglich folgende Frage beantworten und mir per Email an bucheleben(at)gmx.de mit dem Betreff "Korte" zukommen lassen.

Mit welchem Edelstein ist der Ring von Zahra an ihrem Mittelfinger besetzt?

Die richtige Antwort findet ihr in der Leseprobe zum Buch. Um Euch diese anschauen zu können benötigt Ihr den Adobe Reader oder ähnliche PDF-Viewer. Unter allen richtigen Antworten, wähle ich per Random den glücklichen Gewinner oder die glückliche Gewinnerin. Einsendeschluss ist der 20. April 2010, um 24 Uhr.

Noch einmal kurz und knapp: 

1. Frage beantworten
2. Email an buchleben(at)gmx.de, Betreff "Korte" mit der Antwort und Eurer Anschrift
3. Einsendeschluss: 20. April 2010 um 24 Uhr

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Lea Korte für die Bereitstellung ihres Romans zur Verlosung. 

Nun wünsche ich allen TeilnehmerInnen viel Glück!

- Abgebrochen - "Limit" muss jetzt erst einmal pausieren

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Es liegt nicht daran, dass mir das Buch nicht gefällt. Es ist gut geschrieben, aber ich komm einfach nicht weiter, da mir so viele andere Bücher in die Hände fallen, die ich schneller durch habe und die mir momentan einfach besser gefallen. Wie ich immer schön sage: Meine Bücherwahl ist stimmungsabhängig. Deshalb werde ich "Limit" von Frank Schätzing erst einmal abbrechen und es vorerst zurück auf meinen SUB stellen. Stattdessen widme ich mich jetzt den letzten Seiten von "Die Magier von Montparnasse" und werde anschließend "Die Maurin" von Lea Korte lesen. Manchmal soll es halt einfach nicht so sein. 

Einen sonnigen Tag wünsche ich Euch!

Eure Mandy

6. April 2010

- Rezension - Darkside Park - Die dunklen Geheimnisse einer Stadt (Staffel 1) [Hörbuch]

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Titel: Darkside Park - Die dunklen Geheimnisse einer Stadt 
(Staffel 1, Folge 1 - 6)
Sprecher: Till Hagen, Eckart Dux, Nana Spier, Gerrit Schmidt-Foß, Tobias Meister
Autor / Regie: Hendrik Buchna, Christoph Zachariae, John Beckmann, Raimon Weber, Simon X. Rost, Ivar Leon Menger
Gattung: Thriller, Psychothriller
Verlag: Psychothriller GmbH, 2010
Hörprobe


Willkommen in Porterville, der freundlichen Stadt im Herzen von Maryland. Es ist mir eine Ehre Sie als Gast bei uns begrüßen zu dürfen. Seien Sie versichert, wir werden alles tun, um Ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Getreu dem Leitfaden unserer Stadt: Pflücke den Tag wie eine reife Frucht, aber drücke niemals den Knopf des 56. Stockwerks.

Porterville ist eine scheinbar friedliche Stadt in Amerika. Die Leute sind nett und freundlich, die Umgebung perfekt. Es scheint keinen besseren Ort zu geben als diese idyllische Kleinstadt. Doch wer glaubt hier seinen Frieden zu finden, der sei gewarnt, denn es ist nicht alles Gold, was glänzt.

„Darkside Park – Das dunkle Geheimnis einer Stadt“ ist eine Hörbuch-Serie von Ivar Leon Menger. Menger steht vor allen Dingen für abstruse, skurrile Geschichten, die gerne ins Düstere abgleiten und dem Leser beziehungsweise Zuhörer einen kalten Schauer bereiten. Mit „Darkside Park“ hat Menger in seinem recht jungen Verlag Psychothriller GmbH eine neue Form des Hörbuchs geschaffen und viele Fans für sich gewonnen.

In den ersten sechs Folgen erleben fünf verschiedene Charaktere Porterville für sich. Alle sind mehr oder weniger durch Zufall gezwungen worden in diese Stadt zu ziehen, nichts ahnend, was sie dort erwarten würde. Zu Anfang scheint für alle das Leben perfekt. Schnell bekommen sie einen guten Job, eine tolle Wohnung mit diversen Einrichtungsständen. Doch das Glück hält nicht lange an. Etwas Verborgenes und Schreckliches scheint in dieser Stadt vor sich zu gehen, doch keiner der Einwohner handelt dementsprechend. Sie benehmen sich regelrecht so, als wenn alles zu ihrer vollsten Zufriedenheit wäre. Im Gegensatz dazu werden die Neuankömmlige schnell von einem Wahn ergriffen. Mögen es nun Tarotkarten sein, die hinterlassen werden oder ein Kühlschrank, der sich nicht verschieben lässt. Kalter Schweiß und Angst verfolgen die Protagonisten stets aufs Neue.

Spannend von Anfang an mit namhaften Sprechern, wie Till Hagen, Eckart Dux, Nana Spier, Gerrit Schmidt-Foß und Tobias Meister, wird ein Thriller der besten Klasse erzählt. Man lebt mit den Charakteren und fürchtet mit ihnen. Man kann einfach nicht aufhören zuzuhören und muss wissen, wie es weitergeht. Nach der sechsten Folge ist noch nicht klar, was das furchteinflößende Geheimnis von Porterville ist. Obwohl scheinbar alles im Zusammenhang zueinander steht, erleben die Figuren jeder für sich ihre eigene Geschichte.

Fazit:
„Darkside Park“ von Ivar Leon Menger ist ein Hörbuch der Extraklasse mit ausgezeichneten Sprechern. Ein Thriller ohne Gleichen nimmt den Hörer mit in einen lebenden Albtraum.

Rezension zu Darkside Park Staffel 2.
Rezension zu Darkside Park Staffel 3.

4. April 2010

- Zitat der Woche - Ostern

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"In der schönen Osterzeit // Wenn die frommen Bäckersleut’ // Viele süße Zuckersachen // Backen und zurechtemachen // Wünschten Max und Moritz auch // Sich so etwas zum Gebrauch."

Wilhelm Busch, Sechster Streich

2. April 2010

- Vorher / Nachher - Aus Taschenbuch wird Hardcover

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Anlässlich dessen, dass ich mir "Gut gegen Nordwind" mit dem zweiten Teil "Alle sieben Wellen" von Daniel Glattauer als Hardcover zugelegt habe, beschloss ich das Taschenbuch des ersten Teils neu einzubinden und meiner Mutter zu Ostern zu schenken. So sah das Buch einmal aus und jetzt so:



Das marmorierte Papier habe ich mir im letzten Jahr auf der Frankfurter Buchmesse gekauft. Ich wollte etwas in Blautönen machen, mir aber nicht extra etwas Neues kaufen, weshalb ich mich für einen etwas altmodischen, aber dennoch schicken Stil entschieden habe. Um etwas Abwechslung reinzubringen, habe ich schwarzes Vorsatzpapier benutzt. Passend dazu habe ich dann noch ein Lesezeichen gemacht. Das auch deshalb, weil ich leider kein Lesebändchen hier hatte, dass ich mit einbinden hätte können.

- Die Märzempfehlung - Em@il für Dich oder Gut gegen Nordwind

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Trotz Semesterferien bin ich nicht so ausgiebig zum Lesen gekommen, wie ich es mir erhofft hatte. Aber Arbeit muss halt auch sein.

Gelesen: 
Gut gegen Nordwind von Daniel Glattauer
Mister Pip von Lloyd Jones
Zerbrechliche Dinge - Wunder & Geschichten von Neil Gaiman

Angelesen: 
Die Magier von Montparnasse von Oliver Plaschka

Gehört: 
Die Insel von Richard Laymon

Und meine Empfehlung lautet: 


"Gut gegen Nordwind" ist ein Buch, was zwar eine Liebesgeschichte beinhaltet, aber dennoch keine Schnulze ist. Es lebt, trotz reiner Emailkorrespondenz.


- SUB Zuwachs - Emmi und Leo im Doppelback & Das Vampirjägerhandbuch

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Wie viele andere auch, konnte ich es nicht erwarten die Fortsetzung von "Gut gegen Nordwind" von Daniel Glattauer zu lesen, weshalb ich mir kurzum ebenfalls das gebundene Buch, welches neben "Gut gegen Nordwind" auch "Alle sieben Wellen" beinhaltet, gekauft habe. Das Taschebuch von "Gut gegen Nordwind" habe ich neu gebunden und werde es meiner Mutter zu Ostern schenken. Sobald der Leim getrocknet ist, bekommt ihr das natürlich vor dem Verschenken zu sehen.

Da ich den ersten Teil schon rezensiert haben, hier noch einmal der Inhaltzu "Alle sieben Wellen".

Erstens: Sie kennen Emmi Rothner und Leo Leike? Dann haben Sie also "Gut gegen Nordwind" gelesen, jene ungewöhnliche Liebesgeschichte, in der sich zwei Menschen, die einander nie gesehen haben, per E-Mail rettungslos verlieben. Zweitens: Für Sie ist die Geschichte von Emmi und Leo und ihrer unerfüllten Liebe abgeschlossen. Mag sein. Aber nicht für Emmi und Leo! Drittens: Sie sind der Ansicht, dass die Liebenden zumindest eine einzige wirkliche Begegnung verdient hätten und der Roman eine zweite Chance auf ein anderes Ende? Bitte, hier haben Sie's! Viertens: Sie haben keine Ahnung, wovon hier die Rede ist?

Kein Problem. In diesem Buch erfahren Sie alles: von Leos Rückkehr aus Boston, von Emmis Eheproblemen und von der siebenten Welle, die immer für Überraschungen gut ist.

Eine Leseprobe findet ihr hier.

Da ich auch ein Fan von Vampirgeschichten bin, allerdings eher der klassischen Art und nicht im Stil des Wahns, der noch immer anhält, habe ich mir "Das Vampirjäger-Handbuch: Wie man sie findet. Wie man sie jagt. Wie man am Leben bleibt." aus dem PAN-Verlag gekauft. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich das nicht nur wegen des Inhalts gemacht habe, sondern vor allen Dingen aufgrund der Gestaltung.



Klappentext:

Wenn Sie dieses bescheidene Büchlein in Ihren Händen halten, lieber Leser, dann sind Sie wie ich fasziniert von der Suche nach dem Vampir: diesem diabolischen Geschöpf der Nacht, das wir mehr fürchten als alles andere. Öffnen Sie diese Seiten, wenn Sie es wagen, und Sie werden darin alles Wissenswerte für die Jagd auf die Untoten erfahren. Sie bekommen Rat, wie Sie die Untoten erkennen, wo sie zu finden sind, wie man sich ihrer erwehrt - und wie man sie schließlich zur Strecke bringt. Sie finden in diesem Handbuch alle meine geheimen Notizen, praktischen Anleitungen und hilfreichen Informationen für die Vampirjagd. Folgen Sie mir auf meiner ewigen Suche, und sammeln Sie Ihre eigenen Erfahrungen. Aber vor allem: Seien Sie wachsam.

Constantine Gregory, Hochwohlgeboren St. Peter´s Church, Whitechapel, London

Eine Lesprobe findet ihr hier.

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